Endlich kein Fernunterricht mehr!

Wochenbericht vom 11.-15. Mai 2020 von Leonie

Wir starteten alle mit viel Motivation wieder in die Schule. Endlich einander wieder mal zu sehen.

Es ist jedoch ziemlich mühsam, da wir Abstand zu allen Lehrpersonen und zu Kindern, welche Leute von der Risikogruppe im Haushalt haben, halten müssen. In der Klasse ISS 2a sind das 7 Kinder. Herr Schneeberger hat während der Schulschliessung Plexiglas-Wändchen geschreinert. In jedem Schulzimmer hat es ungefähr zwei solche Scheiben, damit wir auch Partnerarbeiten machen können. In den Gängen dürfen wir nur noch in eine Richtung laufen, die 5-Minuten-Pause verbringen wir im Schulzimmer, die Stufe ISS 2 darf nur noch den Bibliothekseingang verwenden und dürfen die Pause nur noch auf dem Fussballplatz beim Provisorium verbringen (ohne Fussball). Die Pausenzeiten wurden etwas verschoben, sodass wir die Primarschüler nicht antreffen. Wir dürfen auch keinen Kontakt zu Leuten aus anderen Stufen haben. Weder in der Pause, in den Gängen noch im Unterricht. Deshalb werden auch einige Unterrichte im Zweiwochentakt stattfinden.

Oftmals hat der Unterricht mit einer Repetition und Infos begonnen.

Montag:

In der Lebenskunde mussten wir die Gefühle von anderen Leuten schätzen. Es war ziemlich lustig, da wir keine Ahnung hatten. Danach mussten wir die ganze Woche hindurch immer zur selben Zeit unsere Gefühle auf einem Stimmungsbarometer festhalten.

Im SOL am Nachmittag mussten wir einige Sachen erledigen.

  • Fragebogen zum Arzttermin am 18. 5. 2020
  • Berufswahlwand aktualisieren
  • Einordnen
  • Lektüre weiterarbeiten

In der Musik war die Sitzordnung sehr speziell, da wir den Abstand einhalten müssen. Wir sangen Someone You Loved von Lewis Capaldi.

Im Turnen mussten wir 30 Minuten Krafttraining machen und danach spielten wir Baseball. Am nächsten Tag hatte ich Muskelkater.

An diesem Tag hatten wir zwei erfreuliche Nachrichten erhalten. Nämlich dass Frau Troxler am 19.9.2020 heiraten und dann Wyss heissen wird und dass Frau Schnyder am 9.9.2020 ein Baby bekommt.

Dienstag:

Im Englisch Niveau B spielten wir Montagsmaler zum gelernten Voci. So konnte Frau Troxler kontrollieren, ob wir gelernt haben. Es gab zwei Teams. Ich war im Team «Pancakes». Wir haben weitaus gewonnen. Danach spielten wir ein Kartenspiel, um das have to, don`t have to und must, mustn`t zu repetieren. Ich hatte um 10 Uhr Schule aus, da die andere Gruppe Handarbeit hatte.

In der Mathe hatten wir extrem viel Theorie. Das war anstrengend! Da wir erst nach der dritten Lektion grosse Pause hatten war es noch anstrengender. Leider hatten wir auch keine Bewegungspause und auch kein Spiel zwischendurch gespielt.

Mittwoch:

Wir hatten Frühstunde. Im BG durften wir selbst in Gruppen entscheiden, was wir machen wollten. Ich hatte mit meiner Gruppe(Jana, Stefanie, Nina, Alicia und Leonie) spezielle Fotos gemacht. Das Fachwort dazu ist perspektivische Fotografie. Dies sind Fotos, welche nur durch die richtige Perspektive möglich sind. Uns hat es extrem viel Spass gemacht und wir hatten viel gelacht.

Im Französisch durften diejenigen, welche keine Erklärung zum POD mehr brauchten, Schiffliversenken spielen, wo sie Verben konjugieren mussten.

Donnerstag:

Schon wieder Frühstunde! Im Turnen gingen wir 3 km joggen. Es war total anstrengend. Schonwieder hatte ich am nächsten Tag Muskelkater.In der Hauswirtschaft hatten wir nur noch Theorie und müssen nach Hause zum Essen wegen den Hygienemassnahmen des COVID-19. Es ist ungewohnt, so viel Theorie zu machen.Im Englisch waren wir schnell fertig und durften dann noch „Wer bin ich?“ spielen.

Freitag:

Wir hatten zwei Gründe zum Feiern:

1. Alicia hatte Geburtstag und wurde 15 Jahre alt.

2. Stefanie ist die erste aus der Klasse, welche die Lehrstelle erhalten hat. Sie hätte am Nachmittag noch ein Vorstellungsgespräch gehabt, welches sie aber absagen konnte, da sie in der Pause ein Mail für die Lehrstellenbestätigung erhalten hatte. Wir alle hatten uns so sehr für sie gefreut. Sie hat sich zweimal beworben und hat bei der ersten Bewerbung gleich die Lehrstelle erhalten. Sie lernt Malerin beim Maler Milde in Zofingen.

Im Deutsch wird ab jetzt immer im Team Teaching die Bibliothek offen sein, damit nicht alle am Abend gehen müssen.

Ich finde die Situation in der Schule ziemlich gewöhnungsbedürftig. Um all diese Regeln einzuhalten, muss man das Hirn immer angeschaltet haben. Das Händewaschen nach der Pause und am Anfang der Lektion ist schnell vergessen. Zum Ende der Woche haben die Lehrer entschieden, dass in unserer Klasse nur noch eine Person den Abstand halten muss, da ihn die anderen sowieso nicht einhalten. Auch in der Pause nicht. Ich finde es ein bisschen traurig, dass man die Jugendlichen aus den anderen Stufen nicht treffen kann, da ich dort auch Kolleginnen habe.

Schulbeginn mit neuen Regeln

Wochenbericht vom 4.-8. Mai 2020 von Alicia

Die Woche verlief recht «normal». Wir bekamen weiter fleissig Hausaufgaben auf Teams zugesendet, die wir zuhause lösen konnten. Besonders gut hat mir der Kochauftrag gefallen. Bei dem konnte ich das Menu selbst wählen und konnte alles selber kochen. Ich kochte Poulet Geschnetzeltes mit Reis und Gemüse. Diese Woche hatten wir auch mehrere Quiz auf Teams, die unser Wissen testen sollten. Zum Beispiel hatten wir in Englisch eine Art Lesetest. In diesem ging es um Instrumente aus Gemüse, die es auch wirklich gibt. Am Schluss eines solchen Konzertes wurde dann Gemüsesuppe aus den Instrumenten gemacht. Die Aufgabe in Französisch fand ich auch Okay. Dort mussten wir über unsere Haustiere einen kurzen Aufsatz schreiben. Damit es leichter war, bekamen wir verschiedene Beispiele von anderen Personen. Schwierig war es trotzdem noch. Diese Woche lasen wir auch an unserer Klassenlektüre weiter. Jeder der Klasse hatte ein anderes Buch zum Thema Sucht bekommen. Zu dem Buch müssen wir jetzt verschiedene Aufträge machen. Wir mussten zum Beispiel Bilder aus dem Internet suchen, die zum Buch passen, und wir konnten auch jemanden aus der Klasse anrufen, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten von unseren Büchern aufzuschreiben. In Mathematik hatten wir am Montag eine Videokonferenz auf Teams, bei der uns nochmals erklärt wurde, wie man Zylinder, Quader und Würfel berechnet. Wir füllten dazu ein Theorieblatt aus mit allen Formeln zur Volumen- und Flächenberechnung. Meine Lieblingsaufgabe war die in Musik, dort konnten wir unsere Top 10 Lieblingslieder aufschreiben.

Aber Schule hatten wir immer noch nicht. Erst nächste Woche sollte sie wiederbeginnen. Darüber wurden wir am Dienstag im Klassenrat informiert. Dort wurden uns auch alle neuen Regeln erklärt, die als Schutzmassnahme gegen Corona eingeführt wurden. Das bedeutet, dass sich die Klassen nicht mehr gross vermischen dürfen. Damit das verhindert wird, gibt es für jede Sekundarstufe einen eigenen Eingang. Unsere Klasse muss den bei der Bibliothek benutzten. Auch die Unterrichtszeiten ändern sich. Handarbeit, Werken und Sport finden nur noch alle zwei Wochen statt. In der Kochschule gibt es nur noch einen theoretischen Unterricht. In diesen Fächern kann der Abstand von 2 m nicht eingehalten werden, weil das Klassenzimmer zu klein ist, oder weil es ein Fach ist, bei dem man viel Körperkontakt hat. Die Pausen veränderten sich auch und nach der Pause und vor dem Unterricht müssen wir die Hände waschen. Es gibt noch viele andere Regeln, die wir bei der Schulöffnung einhalten müssen. Ob diese Regeln zu viel oder zu wenig sind, wissen wir noch nicht. Aber zum Glück gibt es nur noch Prüfungen in Mathematik, Deutsch, Englisch und Französisch. Die anderen Fächer werden nicht benotet, damit es keinen Prüfungsstress gibt. Doch in diesen Fächern wird es trotzdem kleinere Tests geben, um zu schauen, wo wir stehen.

Viele freuen sich, ihre Freunde wieder zu sehen, die sie schon lange nicht mehr gesehen haben. Doch es wir ungewohnt sein, durch die vielen Massnahmen. Ich weiss nicht, ob ich mich auf die Schule freuen sollte, denn wenn man zuhause Schule hat, hat man auch viel mehr Freizeit. Man hat genügend Zeit, wieder einmal einen Filme-Marathon zu machen oder das eigene Lieblingsbuch zu lesen.

Letzte Woche der “Freiheit”

Wochenbericht vom 4.-8. Mai 2020 von Oliwia

Ob zu viel Sonne doch schadet?

Die letzte Woche vor dem Schulanfang fing wie gewöhnlich an. Da am Montag sehr schönes Wetter war, traf ich mich mit Apisha. Wir fanden, es wäre eine gute Idee, ein bisschen spazieren zu gehen, um anschliessend ein paar Süssigkeiten im Volg zu kaufen und das Wetter zu geniessen. Nach einer Weile begaben wir und nach Hause, damit wir ein paar Runden Mario Go-Kart spielen konnten. Um den Abend herum verabschiedeten wir uns aufgrund der Aufgaben, die wir noch nicht erledigt hatten.

Ein paar Tage später, am Donnerstag, erlebte ich wieder etwas Spannendes, nämlich machte ich einen Ausflug nach Langenthal mit meiner Mutter. Sie hatte einen Arzttermin und ich kam aus Langweile und um zu übersetzen mit. Wir fuhren am Morgen um etwa 11 Uhr los. Es fühlte sich ziemlich ungewohnt an, in einem Bus und Zug zu sitzen, wo wahrscheinlich vorher andere drinnen waren und auch Sachen anfassten. Ich versuchte möglichst nichts anzufassen und freute mich auf den Ausflug. Am Bahnhof in Langenthal angekommen, lief ich mit meiner Mutter als erstes zu einem internationalen Laden und danach in Aldi, um ein paar Einkäufe zu machen. Weil ich sehr Hunger hatte und aufgrund von Corona lange nicht auswärts gegessen hatte, vernaschte ich am Mittag einen leckeren Dürüm mit einer Dose Coca Cola dazu. Eine Weile auf einer Bank zu sonnenbaden war auch sehr schön. Etwa 15 Minuten später machten wir uns auf den Weg zum Arzt. Das Gespräch zwischen dem Arzt und meiner Mutter zu übersetzen, machte ich sehr gerne, da ich mich für das Medizinische interessiere. Wieder liefen wir zurück zum Coop, weil wir etwas vergessen hatten einzukaufen. Es war sehr heiss und erschöpfend. Nach dem kurzen Einkauf sassen wir draussen, weil alle Läden noch zu waren. Um etwa 16 Uhr wurden wir abgeholt und kamen nach Hause.

Am Tag danach, also am Freitag, kochte ich das Mittagsessen und fuhr nach Pfaffnau. In Pfaffnau war ich von 13 Uhr bis 19.30 Uhr babysitten. Als erstes erledigte ich meine Hausaufgaben, genauer genommen die Klassenlektüre-Aufgaben. Die Kinder sassen mit mir und malten unterschiedliche Bilder. Zuerst ging ich mit Louis Fussball spielen, war aber schnell wegen der Hitze erschöpft und schlug den Kindern vor, etwas zu basteln. Wahrscheinlich hat mir die Sonne etwas geschadet. Zackig gingen alle in den Bastelraum nach unten, wo es etwas kühler war. Sina bastelte ein Schiff, Louis hingegen eine Murmelbahn und ich probierte nach langer Zeit wieder einmal die sogenannten “Loom Bands”, die vor ein paar Jahren sehr berühmt waren. Schlussendlich musste ich für beide Kinder je ein Armband erschaffen, weil sie es so schön fanden. Mit einem neuen Accessoire kehrten wir nach oben zurück. Louis und Sina hörten ein Hörspiel. Danach kamen die Kinder aus der Nachbarschaft und wir spielten Fussball. Zu diesem Zeitpunkt war es angenehm warm. Zum Nachtessen liefen die anderen Kinder nach Hause und bei uns gab es Birchermüsli mit Konfibrot. Fernsehen schauen durften die Kinder nach dem Znacht. Als die Eltern zurückkehrten, machte ich mich auf den Weg nach Hause.

Zu Hause angekommen, machte ich mir Gedanken, wie wohl die erste Schulwoche nach so einer langen Corona Pause wird… Ob sich vieles ändern wird?

Ostern mit Abstand

Wochenbericht vom 6. bis 10. April von Sascha

Immer und überall hört man nur Corona, Corona und Corona nicht mal im Home-Office bleibt man davon verschont.

Als der Schulleiter Herr Fernandez die Schule schliessen musste, warf das den ganzen Schulalltag über den Kopf und dass einem dieser Rhythmus fehlte, spürte man auch nach der vierten Woche in Quarantäne immer noch. 

MONTAG: 

Die Woche startete trotz Corona recht normal: um die gleiche Zeit aufstehen und sich frisch machen. Dann hiess es PC anschmeissen und Teams nach Aufträgen kontrollieren. Es kamen gleich sieben Aufträge rein. 
Also fing das Homeschooling an. Dreieinhalb Stunden pro Tag hiess es, aber ich wusste sofort, dass es mehr werden würde, weil ich noch den Wochenbericht schreiben musste. 
Ich löste gleich am Anfang den grössten Auftrag der Woche: den Mathematik-Auftrag, der sehr gross ist aber man war froh, wenn er erledigt war. Man musste zwei Arbeitsblätter und 7 Buchaufgaben lösen, was sich summierte und schnell waren 3 Stunden vergangen.

DIENSTAG: 

Heute hiess es Videokonferenz mit Julian, um ein Gedicht für einen Deutschauftrag zu verfassen, was sich dann doch als schwieriger als gedacht erwies. Zuerst mussten wir eine Idee für das Gedicht finden, bevor wir überhaupt anfangen konnten zu schreiben. Dann dachten wir: Machen wir doch etwas mit Fahrzeugen. Als wir anfingen, stellten wir fest, dass es gar nicht mal so übel war. Nach ein paar weiteren Versen waren wir fertig und richtig zufrieden. Es fühlte sich komisch an so zu arbeiten. Es fehlte einfach der Kontakt zu den Menschen. Man konnte sich wie nicht konzentrieren und war ständig abgelenkt. 

MITTWOCH: 

Der letzte Tag vor den Osterferien war nochmals recht normal: keine Videokonferenz oder spezielle Aufträge, aber es fühlte sich trotzdem komisch an, weil wir schon seit vier Wochen zuhause lernen mussten und ständig Aufträge bekamen. Man hatte schon eine Art Quarantäne-Rhythmus und dann keine Aufträge mehr zu bekommen, war schon wieder eine enorme Umstellung. 

GRÜNDONNERSTAG UND KARFREITAG:

Keine Aufträge mehr und die Aufregung und Vorfreude auf Ostern, all das passt nicht so richtig zusammen, mit der Zeit wird alles zu viel. Langsam aber sicher wird einem richtig langweilig und man entdeckt Talente, von denen man gar nicht weiß, dass man sie besitzt. Man kann gut zeichnen oder man entdeckt eine Sportart für sich. Ich entdeckte für mich das Zeichnen mit Bleistift: Ich setze mich jeden Abend etwa eine Stunde hin und zeichne für mich. 
Die Familie rückt näher zusammen und man überlegt sich schon langsam aber sicher, wo man die Osterneste verstecken will. Gekocht wird ohne Fleisch aus Religionsgründen. Es wird überlegt, welche Spiele man mit der Familie mit 2 Meter Abstand spielen kann. Wir einigten uns am Schluss auf Wikinger-Schach, denn da ist man immer mindestens 4 Meter auseinander. 

Diese Ostern sollte unvergessen bleiben. In anderen Jahren feierten wir immer bei einem anderen Familienmitglied. Einmal bei der Tante, ein anderes Jahr bei den Grosseltern oder bei uns. Aber dieses Jahr war nichts von all dem. Wir waren zuhause, spielten Spiele, man sah die Familie nicht und es war schon bald langweilig. Deshalb freue ich mich schon auf nächste Ostern. 

Im Grossen und Ganzen hat diese Quarantäne gute und schlechte Seiten man rückt in der Familie näher zusammen, man teilt sich mehr mit, man macht etwas miteinander und der Zusammenhalt wird gestärkt. Aber man sieht seine Freunde nicht mehr, man kann nichts unternehmen und es wird langweilig. Sobald die Krise vorbei ist, wird es wieder eine riesen Umstellung sein, man muss sich wieder an den normalen Alltag gewöhnen. 

Aber ich freue mich, wenn ich meine Freunde wiedersehen kann und bin optimistisch, dass dieser Spuk bald ein Ende findet. 

Eine ganz normale Woche…chaotisch und durcheinander

30.03.-03.04.2020 von Jana

Damit ich mich auch in dieser schwierigen Phase gut konzentrieren kann, stehe ich jeweils um 7.30 auf. Nach einem ordentlichen Frühstück konzentrierte ich mich nun auf die Aufträge. In jedem Fach haben wir unterschiedlich viel zu tun. Deshalb habe ich mir auch einen Zeitplan erstellt, damit ich gut vorankomme. Zwischenzeitlich spielte mir das Wlan wieder mal einen Streich. Um 10.00 begann die Klassenkonferenz mit der ganzen ISS 2a, wir diskutierten über vorhandene Probleme, Schwierigkeiten und einfach wie es aktuell läuft mit den Aufträgen. Nach einer Pause mit einem kleinen Spaziergang mit unserem Hund ging es weiter mit Deutsch. Im Moment nehmen wir die Satzglieder durch, leider ein ziemlich langweiliges Thema. Nach dem leckeren Mittagessen bekam ich ein Whatsapp von meiner Cousine, dass es sie auch erwischt hat mit Corona. Das sorgte natürlich für Gesprächsstoff und so richtig konzentrieren konnte ich mich dann auch nicht mehr. Deshalb beschloss ich, lieber das Abendessen zu kochen, anstatt mich noch länger mit den Aufgaben zu beschäftigen. Den Abend liessen wir dann noch bei einer grossen Magnum-Glace mit der ganzen Familie ausklingen.

Dienstag 

Heute war gar nicht mein Tag ich hatte gar keine Motivation zum Aufstehen. Als ich jedoch frisch geduscht und angezogen beim Frühstück sass, fiel mir das Glas aus der Hand und zerschellte auf dem Boden. Wie es der Zufall auch wollte, hatte ich natürlich kein Wlan und meinen Laptop hatte ich auch vergessen zu laden. Anreihe dieser schlechten Ereignisse war dann auch mal ein Gutes dran. Mein Vater war nämlich in der Bäckerei und wir haben zum Znüni einen Gipfel gegessen. Dank der Lasagne zum Zmittag ist meine Laune vom Keller in den Estrich gewandert. Nach dem Mittag habe ich dann erst mal Pause bis 2 Uhr gemacht und mir in dieser Zeit ein Video meiner Lieblingsyoutuberin angeschaut. Später, als ich das Video für die Englisch Präsentation aufgenommen hatte und auch mit Leonie den Termin für die Mathe Hausaufgaben festgelegt hatte, ging ich noch mit Juna spazieren. Sie ist meine grösste Motivation und ich kann einfach Kraft und Motivation tanken, wenn ich mit ihr unterwegs bin. Sie ist eine Appenzeller X Nova Scotia und so süss.

Mittwoch 

Als ich aus meinem bequemen Bett gekrochen war, war meine Motivation, dass mein Cousin und seine Freundin zu Besuch waren. Natürlich mit 2 m Abstand. Ich hasse es, mich selber auf Tonband zu hören, aber die Deutschpräsentation musste trotzdem aufgenommen werden. Auf das Mittagessen wartete ich schon seit einer Woche: meine selbstgemachte Pasta war nämlich endlich getrocknet. Ich war echt überrascht, dass sie so gut schmeckte und war richtig happy. Den Nachmittag verbrachte ich dann mit meinen süssen Hütikindern Lian (7) und Yaron (3), sie wohnen gleich unter uns. Wir haben echt einen coolen Kontakt und jeden Mittwoch machen wir etwas zusammen. 

Donnerstag 

Der Morgen fing gut an, da kümmerte es mich auch nicht, dass das Wlan schon wieder einen Spinner hatte. Denn am Dienstag hatte ich alle Aufträge runtergeladen, damit ich offline Arbeiten konnte. Die musste ich dann am Abend spät hochladen, damit ich den Teams-Punkt bekam. Der Techniker, der dann am Morgen noch erschien, konnte nichts anderes machen als zu befehlen, dass die Leitungen getrennt werden müssen und alles wieder frisch verbunden werden musste. Das hiess natürlich für uns bis am Samstagabend kein Wlan. Zur Belohnung kam endlich mein neues Longboard an, das ich mir bestellt hatte. Als ich den Postboten, mit dem grossen Blue Tomato Paket sah, war ich so fröhlich wie noch nie die Woche. Die Aufträge, die ich machen konnte, waren gemacht und da liess ich es mir nicht zweimal sagen und schnappte mir mein Longboard. Um die Lenkung zu optimieren, löste ich vorher noch ein bisschen die Schrauben. Ich übte dann den ganzen Nachmittag lang mit immer grösserer Steigerung des Hügels. Als Abschluss des Tages räumten wir noch die gesamte Garage auf und waren dann erschöpft aber happy. 

Freitag 

Pünktlich um 7.30 fingen die Bauarbeiter an, den Graben für die neue Leitung zu öffnen. Ich teilte den Lehrpersonen mit, dass das Wlan nicht mehr funktioniert, nicht dass ich dann Ärger kriege, weil ich etwas zu spät abgeben würde. Wir brätelten dann das erste Mal draussen und genossen das wunderschöne Wetter. Den Nachmittag verbrachte ich mit Sport und Longboard fahren. Bis jetzt bin ich nicht mal umgeflogen.

Aber das liess nicht zu lange auf sich warten und am Samstagabend flog ich dann so richtig: Bein aufgeschürft und überall blauen Flecken. Das war meine tolle Woche mit viel Positivem aber auch unnötigen Ereignissen. 

Kein Ende in Sicht

23.-27. März 2020, Marco

Und plötzlich ist nichts mehr wie es einmal war. Die Strassen sind leer, die Restaurants geschlossen, wir Schüler gehen nicht mehr zur Schule…                                Das Coronavirus hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Alle machen sich Sorgen um ihr Wohl und ihre Gesundheit.

Eine Ausgangssperre wie beispielsweise in Italien gab es bis jetzt noch nicht. Hoffentlich wird diese Situation bei uns nicht eintreten. Denn das würde bedeuten, dass niemand mehr sein Grundstück verlassen darf, ausser in dringenden Fällen. So könnte ich auch keine ausgedehnten Velotouren mehr unternehmen. In Spanien und Italien ist die momentane Situation dramatisch und die Anzahl an Infizierten und Toten steigt rasend schnell. Die Ausgangssperre ist dort meiner Meinung nach angebracht, damit so schnell wie möglich wieder Besserung eintreten kann. Das Ursprungsland China hat das Virus mittlerweile wieder einigermassen im Griff und es werden keine neuen Ansteckungen mehr gemeldet.

Doch wie können wir Schüler in den kommenden Wochen von zu Hause aus unseren Schulstoff bearbeiten, wenn wir nicht in die Schule dürfen? Aufgrund des Beschlusses des Bundesrates, dass alle Schulen bis am Sonntag 19. April 2020 geschlossen bleiben müssen, führte unser Schulleiter Philipp Fernandez während dieser Ausnahmesituation den Fernunterricht ein. Der Schulunterricht findet digital über verschiedene Plattformen statt. Die Arbeitsaufträge werden jeweils per Mail oder Teams an jeden Schüler und jede Schülerin gesendet. Damit wir auch alle Aufgaben erledigen, gibt es Abgabetermine, die eingehalten werden müssen.

Damit Sie einen Einblick in einen dieser Aufträge bekommen, zeige ich Ihnen anhand des Englischauftrages für das Niveau A, wie so ein Auftrag aussehen kann.

Im Workbook lösten wir die Seiten zwei bis dreizehn über verschiedene Zeitformen in der Gegenwart und der Vergangenheit. Mit dieser Aufgabe repetierte und vertiefte ich mein Wissen. Da es ein sehr komplexes Thema ist, fiel mir das Bearbeiten der Aufgaben nicht so einfach. Zusätzlich bekamen wir den Auftrag, im Student’s Book drei Aufgaben zu lösen. Es handelte sich um das Thema „Women in the world“, das übersetzt „Frauen in der Welt“ bedeutet. Ich lernte zum Beispiel, dass 2010 nur 17 von 192 Ländern eine Frau als Staatsoberhaupt hatten. Als dritte Aufgabe durften wir die wichtigsten Informationen über eine bekannte Frau, die wir zugelost bekamen, recherchieren. Ich persönlich bereitete eine kurze Präsentation über Indira Gandhi vor. Diesen Auftrag fand ich besonders interessant, weil ich vor dem Recherchieren noch nichts über Indira Gandhi wusste. Da mich ihr Porträt ansprach, war ich neugierig, was sie in ihrem Leben alles erreichte. 

Sie war die erste weibliche Premierministerin. Ausserdem fand ich heraus, dass sie sich vor allem für das Wohl der Menschen in Indien eingesetzt hatte. Aus diesem Grund kann ich es nicht nachvollziehen, dass sie von Sikh-Anhängern umgebracht wurde.

Das Vorbereiten der Präsentation war für mich etwas Neues, da wir den Text auswendig lernen mussten und danach uns selber filmen durften. Letzteres war für mich eine neue Lernerfahrung, weil ich in meiner Schulkarriere bis jetzt noch nie meinen eigenen Vortrag aufnahm und ihn danach der Lehrperson schickte.

Wie Sie sich sicher vorstellen können, ist der Schulunterricht auf diese Weise recht mühsam, da Unklarheiten per Telefon oder Mail geklärt werden müssen und nicht direkt Kontakt zur Lehrperson aufgenommen werden kann. Zweitens werden die Arbeitsaufträge zeitlich sehr knapp berechnet. Die empfohlenen täglichen Unterrichtszeiten von 3,5 Stunden sind für die vielen Aufträge meistens sehr knapp. Vor allem, wenn die Aufgaben genau und sorgfältig erledigt werden sollen. 

Zudem werden die meisten Aufträge am Computer ausgeführt. Das finde ich auf jeden Fall eine negative Seite des Fernunterrichtes. Trotz all dieser weniger guten Sachen habe ich mehr freie Zeit, die ich meinen Lieblingsbeschäftigungen widmen kann.

In meiner übrigen Freizeit gehe ich gerne nach draussen und spiele gerne Tischtennis, kümmere mich um unsere vier Katzen und unsere drei Hasen. Ich unternehme auch gerne Velotouren. Wenn das Wetter einmal nicht so schön ist, lese ich gerne ein spannendes Buch, beschäftige mich mit Knobeleien oder spiele Schach. 

Die verlängerte Freizeit gefällt mir besonders in dieser aussergewöhnlichen Situation. 

Trotz allem freue ich mich, wenn ich wieder normal zur Schule gehen und meine Mitschüler sehen kann. So kann ich meine sozialen Kontakte wieder pflegen. Hoffentlich wird diese Ausnahmesituation nicht länger andauern, sodass wir möglichst bald wieder in den gewöhnlichen Alltag zurückkehren können.

Corona Virus wird schlimmer?

16.-20. März 2020, Julian

Wie alles begonnen hat…

Der Ursprung des Coronavirus in China ist derzeit noch unklar. Man vermutet, dass das Virus wie damals auch das SARS-Virus, von Fledermäusen über einen Zwischenübertrager (Zwischenwirt) auf Menschen übertragen wurde. Als Zwischenwirt vermutet man derzeit Schlangen. Wenn es dann ein Mensch einmal hatte, konnte er es auch an andere Menschen übertragen, bevor bei ihm Symptome auftraten. Bis man das also merkt, hat man schon andere Menschen angesteckt. In die anderen Länder ist es dann durch Touristen oder «reisende Innländer» geraten. In allen Ländern breitet sich das Coronavirus jetzt schlagartig aus. Mehrere Länder wurden zu totalen Sperrzonen erklärt und dürfen so niemanden mehr ausser Einheimischen, Arbeitenden, Lieferanten und durchreisenden Menschen reinlassen. Für ältere Leute oder Leute mit schwachem Immunsystem kann eine Erkrankung auch tödlich enden. Darum hat der Schweizer-Bund entschieden, alle Schulen und Geschäfte, die es nicht dringend braucht (z.B. Coiffeur), zu schliessen. Im Kanton Uri haben über 65-Jährige sogar schon eine Ausgangssperre.

Um sich selber und andere nicht anzustecken, sollte man mindestens zwei Meter Abstand voneinander halten und einander nicht die Hand geben. Man sollte auch immer die Hände gründlich waschen und immer in ein Papiertaschentuch oder in die Armbeuge husten und niesen. Wenn man Fieber oder Husten hat, muss man zuhause bleiben und nur nach telefonischer Anmeldung in eine Arztpraxis oder eine Notfallstation gehen.

Menschen ab 65 Jahren oder Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs zählen zu den Risikofällen. Diese Personen sollten den öffentlichen Verkehr vermeiden, ihre Einkäufe ausserhalb der Haupteinkaufszeiten erledigen oder sich die Einkäufe von zum Beispiel einem Familienmitglied, einem Freund oder einer Nachbarin liefern lassen. Auch öffentliche Veranstaltungen, private und geschäftliche Treffen, die nicht unbedingt notwendig sind, und Kontakt mit kranken Personen sollten diese Risikopersonen vermeiden.

Weil wir jetzt nicht mehr in die Schule dürfen, müssen wir alles zu Hause machen. Darum mussten wir am Dienstag und Mittwoch alles Schulzeug in der Schule holen. Für das Abholen gab es sogar einen Plan, bei dem alle 15 Minuten jemand sein Zeug holen durfte, damit nicht zu viele gleichzeitig da waren. Die Lehrer erklärten uns noch wie es vorläufig etwa weiter gehen wird und dann durften wir wieder gehen. Also konnte man, wenn man Glück hatte, schon am Dienstag mit den Schulsachen beginnen, die man in der Schule bekommen hat.

Jetzt können wir am Morgen einfach ausschlafen und das Schulzeug am Nachmittag machen oder viel an einem Tag machen und dann einen anderen auslassen. Das geht jetzt viel besser, weil wir nur noch dreieinhalb Stunden plus minus am Tag arbeiten müssen. Leider ist jetzt auch die Freizeit ein bisschen mehr eingeschränkt, weil man sich nicht mehr richtig draussen treffen darf und nicht unbedingt an öffentliche Orte sollte.

Die Lehrpersonen haben aber momentan sicher sehr viel zu arbeiten. Denn sie mussten über ein einziges Wochenende einen ganzen, neuen Lehrplan entwerfen und einrichten. Weil sie uns jetzt auch die Arbeitsblätter nicht mehr einfach geben können, müssen sie uns diese alle per Mail senden. Jetzt am Montag wurde auch das Microsoft Teams Programm eingerichtet, was es auch noch ein wenig einfacher macht.

Bevor ich begonnen habe zu lernen, habe ich zuerst einen Discord Server mit einzelnen Text- und Sprachchats für jedes Fach erstellt und den Einladungslink in den Klassenchat geschickt. Dort kamen dann auch schon bald die ersten in den Chat und haben miteinander geschrieben und geredet. Auch Hausaufgaben hat man schon bald zusammen gemacht. Für die, die nicht wissen was Discord ist: Discord ist eine Plattform auf der man miteinander chatten kann. Unteranderem kann man auch Sprach- oder Videoanrufe machen mit bis zu 100 Leuten.

Zur ersten Aufgabe, die wir bekommen haben, mussten wir einen Text schreiben, wie es zur momentanen Situation mit dem Coronavirus gekommen ist. Wir mussten Vorteile und Nachteile über den Schulunterricht zuhause aufschreiben und mit Argumenten begründen und zum Schluss noch unsere eigene Meinung dazuschreiben. Diesen Auftrag fand ich persönlich nicht unbedingt nötig (besonders nicht 2 Seiten im Niveau A), weil momentan ziemlich jeder weiss, wie es zurzeit ist.

Wenn ich nicht gerade an den Schulaufträgen bin, bin ich meistens am Handy oder am PC. Dort kann ich schauen, was gerade so auf der Welt los ist. Wenn mir dann das zu viel wird, schaue ich sonst etwas, zock, bearbeite Videos oder telefoniere mit anderen. 

Die erste Woche ist jetzt vorbei. Es war eine sehr lernreiche Woche. Wir konnten ausschlafen und länger aufbleiben. Wir hatten mehr Freizeit, aber mussten auch mehr Verantwortungen übernehmen, damit wir unsere Aufträge trotzdem alle erledigt haben.

Letzte Woche vor dem Covid 19-Schulfrei

9.-13. März 2020, Loran

Montag

Nach einem erholsamen Wochenende kamen wir zurück in die Schule. Es fing an mit einer Übestunde für den Naturlehretest, den wir am Donnerstag, dem 12.3.2020, hatten. Wir haben alles repetiert und durften in Gruppen lernen. Am Ende der Lektion durften wir noch das letzte Mal Frau Stalder Fragen über das Thema stellen, falls wir noch welche hatten. 

Nach der Naturlehrelektion hatten wir ein Spezialprogramm. Statt Deutsch hatten wir Lebenskunde, da uns ein Querschnittsgelähmter besucht hat und über sein Leben erzählt hat. Sein Name ist Mike. Als Einstieg hat er sich vorgestellt, über seine Familie erzählt (Ehepartnerin und Kind) und uns ein Video von SRF gezeigt, wo er auch vorkam. Dort sprach er an, dass er auch Sport macht und es kam auch im Video vor. Danach hat Mike uns über seinen Unfall erzählt, wie es passiert ist und was alles passierte nach dem Unfall. Dann war auch schon die große Pause. Frau Troxler hat uns noch mitgeteilt, dass wir uns nach der Pause vor dem Auto von Mike treffen sollten.  

Nach der Pause waren alle sehr gespannt und warteten am Auto. Als er und Frau Troxler da waren, hat er uns gezeigt, wie er in das Auto einsteigt und seinen Rollstuhl darin verstaut. Da haben wir gesehen, dass er beim Fahren seine Beine festbinden muss, damit sie nicht an das Gas- oder Bremspedal ankommen. Neben seinem Gangschalter war noch ein zweiter Schalter, mit dem er den Vor-/Rückwärtsgang einstellen konnte. Er sagte, dass der Umbau etwa 10’000.- kostet. Nachdem wir sein Auto angeschaut hatten, hat er zwei Rollstühle aus seinem Kofferraum geholt. Einer war ein normaler Rollstuhl und der andere ein Basketballrollstuhl. Wir durften mit ihnen fahren und alle hatten sehr viel Spass. Man hat gemerkt, dass man mit einem normalen Rollstuhl, stürzen kann. Vom Basketballrollstuhl runter zu fallen ist gar nicht möglich.  

Nach dem Rollstuhl fahren sind wir zurück ins Klassenzimmer. Dort hat er uns noch mehr über den Sport erzählt. Für jede Sportart braucht man einen, Rollstuhl, den man nur für diese Sportart benutzt. Er hat gesagt, dass so ziemlich alle Sportarten möglich sind, ausser Fussball. Er selber macht viel Sport: Er spielt Basketball, fährt Ski etc. Es gibt eine Sportart, die er nicht spielen darf, nämlich Rugby. Nur Tetraplegiker (Querschnittsgelähmte, die auch ihre Hände nicht bewegen können), dürfen das spielen. Nach dem Sport hat er uns die hauptsächlichen Probleme als Rollstuhlfahrer gezeigt. Das grösste Problem war, auf das WC zu gehen. Er hat erwähnt, dass die Männer, es einfacher haben als die Frauen. Es braucht spezielle Röhrchen, die dazu gedacht sind, den Urin rauszulassen. 

Am Ende hat er uns Fragen stellen lassen, die wir ihn fragen durften. Die meiner Meinung nach besten Fragen waren, wie es im Leben sexuell ist und warum sein Bein so schnell zittert, wenn es nicht auf dem Rollstuhl ist. Er antwortete, dass im sexuellen Bereich alles normal ist, wie bei einem Menschen der keine Behinderung hat und es nichts Unnormales gibt. Über das Bein sagte er, dass es eine Spastik (Eigenspannung) ist.

Am Nachmittag in der Musik waren wir statt im Singsaal im Computerraum. Wir mussten einen Vortrag über ein Instrument machen, das wir dann in der nächsten Musiklektion vortragen müssen. Wir durften alle Instrumente nehmen, die es auf der Erde gibt, also auch Instrument aus anderen Kulturen. Deswegen machen viele ein Vortrag über ein Instrument, das die meisten nicht kennen. 

Üben für’s Stellwerk

Am Dienstag und Donnerstag hatten wir in der Mathe eine etwas andere Mathelektion, da wir für den Stellwerk üben mussten. Die Aufgaben fielen mir manchmal schwer, da ich noch nie solche Aufgaben gemacht hatte. Der Stellwerktest ist ein Test, den jeder Schüler im Kanton Luzern machen muss. Dort testet man seine Fähigkeiten und sieht, auf welchem Könnensstand man schon ist.

Freitag

Am Morgen in der Geschichte, teilte uns Frau Schlösser mit, dass die Schule wegen dem Corona Virus vielleicht geschlossen wird. Die meisten grinsten, aber Frau Schlösser sagte, dass wir dann trotzdem Aufgaben zuhause lösen müssten. 

In der Kochschule hatten wir unseren ersten Kochtest. Es war also kein Theorietest, sondern Frau Bucher und Frau Wyss haben uns beim Kochen zugesehen und es dann am Ende bewertet. 

Am Feierabend haben wir dann erfahren, dass die Schule wegen dem Corona Virus geschlossen wird. Zuerst wussten wir alle nicht, was wir tun sollen. Wir haben alle versucht Frau Troxler zu erreichen. Sie sagte das sie uns nach dem Wochenende besser informieren wird. Wir alle haben gedacht, wir würden schöne Ferien haben, aber da täuschten wir uns…

Corona-Woche (2. – 6. März 2020)

Wie gehen die Lehrer mit den Corona Virus um? Was unternehmen sie?

Montag:

Als wir am Montag ins Schulzimmer kamen, war Frau Troxler nicht im Zimmer. Dann kam aber Frau Schlösser hinein und sagte dass sie krank ist. Als erstes ging uns natürlich der Corona Virus durch den Kopf. Menschen mit schlechtem Immunsystem oder einfach alte Leute können an diesem sterben. Frau Schlösser erklärte uns die Massnahmen, die wir einhalten müssen. Viel die Hände zu waschen und in die Armbeuge zu niesen. Die Hand den Lehrern zu geben, gibt es nicht mehr, nur noch das „Corona-Füstli“, oder einfach Guten Tag zusagen.

Dazu wurden neue Gangregel eingeführt, weil es zwei Verletze vor den Ferien gab. In den dritten Lektionen waren wir alleine. Wir frischten das Thema Berufe wieder auf. Neu ist, dass wir im Zimmer einen Visualizer haben. Es ist wie eine Kamera und produziert das Bild auf die Leinwand. In Musik fingen wir mit dem Vortrag über Instrumente an. Loran und ich wählten das Albanische „Qifteli“ (Eine Art Gitarre mit zwei Saiten). In Albanien ist es wie in der Schweiz das Handörgeli.

Dienstag:

Frau Troxler war wieder gesund und fing das Thema „Menschen mit Behinderung“ in Lebenskunde an. Ein Mindmap, über das, was wir schon alles wissen, war unser erster Auftrag. Im Turnen hatten Sascha, Jan und ich einen Spezialauftrag. Wir benoteten Matthias, Nathu und Benjamin beim Hochsprungtest. Dafür hatten wir Videos von den dreien. Wir benoteten den Anlauf, ob man die Kurven macht und wie viele Schritte. Den Absprung und die Bogenhaltung über die Stange benoteten wir auch. Die andern machten Ringturnen. In der zweiten Lektion spielten wir Spiele. Am Nachmittag hatten wir Englisch.

Mittwoch:

Im Bildnerischen Gestalten fingen wir mit dem Thema Technisches Zeichnen an. Wir machten bei diesem Thema Postenarbeit. Frau Locher sagte aus Spass, ich soll das Zimmer putzen in der Pause. So wie ich bin, machte ich es. Dario aus der 3. Sek kam auch und wir staubsaugten das Zimmer. Nachher war das Zimmer sauber. In der Lebenskunde schauten wir ein kurzes Video von Noah. Noah hat das Down Syndrom. Das ist eine geistige Behinderung. Trotzdem ist Noah lustig und kein „Mongo“, wie er oft auf der Strasse betitelt wird. Es ist nicht einfach mit diesem Syndrom zu leben. Rechnen, lesen und schreiben fällt ihm sehr schwer. Er sagte, dass er wünschte, dass er das Syndrom nicht hat.

Donnerstag:

Am Morgen spielten wir im Turnen Lacrosse. Das ist eine Mannschaftsportart. Man spielt es mit Schläger und einem Hartgummiball. Ziel ist wie im Fussball das Tor zu treffen. Normal besteht der Korb des Schlägers aus einem Netz, wir hatten nur Plastikschläger. Im Französisch Niveau A bekamen wir eine Zeitschrift. Frau Troxler wollte schauen, ob wir die Texte lesen können. Es hatte auch tolle Quiz in der Zeitschrift. Man konnte es lesen, aber die Texte waren schon sehr schwierig. Wir mussten dazu Fragen beantworten, das schafften die meisten nicht. Wenn Frau Troxler vorher die schwierigen Wörter erklären würde, wäre es einfacher. In der Naturlehre besprachen wir die Lernziele „Vom Aufbau der Stoffe“. Nachher schauten wir die Strukturformen an. Das ist, wenn man Elemente in Schalenform aufzeichnet. Wenn man das macht, kann man sagen, ob sie stabil sind oder nicht.

Freitag:

In der Geschichte hatten wir eine Ausstellung von den Plakaten. Das Thema war Kolonialmacht. Meine Gruppe hatte Britisch-Indien. Jede Gruppe musste ein Hauptplakat machen und dazu jeder ein eigenes. Ich hatte das Thema „Geschichte“. Indien wurde als Kronkolonie regiert. Eine Kronkolonie war, wenn man mit dem Mutterland eine enge Bindung hat. Es wurde im Jahre 1857 zu einer Kolonie. Die Britische Ostindien-Kompanie herrschte über Indien. 1947 wurde Indien unabhängig. In dieser Lektion konnten wir pinke und grüne Post-Its aufkleben. Die Grünen für das, was man interessant gefunden hat, und Pinken für Bemerkungen. Man hatte vier von beiden Farben und konnte sie bei den Plakaten verteilen. So weiss man, was man nächstes Mal beachten muss.

Am Nachmittag schrieben wir den Test über Naturphänomene und -ereignisse. Nach dem Test fingen wir das Thema „Handel und Dienstleistungen Australien-Schweiz“ an. Das erste, das wir anschauten, waren Roadtrains. Roadtrains sind lange Lastwagen bis 50 Meter lang. Die Roadtrains haben grosse Schlafkabinen. Ein Unterschied ist auch, dass die Haube nach vorne geht und die Lastwagen in der Schweiz haben das nicht. In Australien fährt man längere Strecken als in der Schweiz. Die Schlafkabinen sind grösser als in der Schweiz. In der Schweiz wäre es unmöglich mit diesen Roadtrains zu fahren, weil es in der Schweiz zu viele Kurven und Kreisel hat. In der Schweiz hat man auch keine so lange Strecken wie in Australien. Die Roadtrains haben vorne ein Gitter. Das ist für die Tiere, damit die Kängurus oder Kühe tot sind und nicht der Roadtrain kaputt geht. Roadtrains fahren bis zu 100 km/h und könnten nicht bremsen. Nachher schauten wir einen Güterzug an, der einen Kilometer lang ist. Dazu braucht es vier Lokomotiven. Der längste Güterzug war auch in Australien. Knappe 9 Kilometer war er lang.

Das war an und an eine spezielle Woche. Wie geht es wohl weiter mit dem Corona Virus? Am besten hat mir das Turnen gefallen, weil es lustig und abwechslungsreich war.

Die letzte Woche vor den Ferien

10.-14. Februar 2020, Stefanie

Wie zeichnet man Elektronen um einen Atomkern? Mit dieser Frage starteten wir am Montagmorgen in die Naturlehre. Frau Stalder erklärte uns, was Verbindungen wie H2O sind und wir schauten uns das Periodensystem etwas genauer an. In der Deutschlektion übten wir weiter Texte zu scannen. Wir mussten nach Schlüsselwörtern suchen und diese markieren. Später mussten wir Aufgaben anhand der Schlüsselwörter lösen. Als wir im Geschichtsunterricht Schokolade auf dem Pult vorfanden, waren wir alle erst verwirrt. Frau Schlösser fragte uns, woher die Schokolande kommt und wie sie produziert wird. Wir durften alle ein Stück nehmen, da wir anschliessend einen Test zum Thema Imperialismus und Kolonialismus schrieben. 

Am Nachmittag machten die Mädchen aus der 2a, der 3a/b und die Jungen der 3a/b einen Ausflug in die Kletterhalle in Aarburg. Um 13:15 war die Abfahrt in Pfaffnau bei der Raiffeisenbank. Nach dem Umziehen wärmten wir uns mit Hampelmännern und Dehnübungen auf. Anschliessend wurden wir in Gruppen eingeteilt. Nachdem uns die Regeln erklärt worden waren, durften wir mit unserem Lehrer starten. Frau Suter, Frau Kühni und Herr Schneeberger begleiteten uns. Sie erklärten uns wie wir die Wände richtig hinauf kletterten und wie das Ganze mit den Bahnen funktioniert. Wir wechselten dreimal die Räume, so konnte jede Gruppe in jeden Raum gehen. In zwei Räumen musste man Bouldern. Man musste also die Wände ohne Sicherung hinaufklettern. Man musste schauen, welche Griffe man benutzen durfte und welche nicht. Diese Wände waren nicht so hoch und wir mussten immer eine Matte unter uns haben, da wir uns sonst verletzen konnten. Im dritten Raum konnte man auch Krafttraining machen. Die Jungen hatten am meisten Freude am Gewichtheben. Es gab auch zwei Bahnen, bei denen man mit Sicherung bis zur Decke klettern konnte. Um 16:00 Uhr machten wir uns auf den Rückweg. Es war ein sehr spannender und lustiger Ausflug. 

Im Englisch bekamen wir ein neues Buch und Arbeitsheft. Wir begannen mit den Sprechtests. Jeweils zwei Personen mussten in den Gruppenraum gehen und etwas über eine Regel oder ihren Lieblingsfilm erzählen. Am Ende mussten sie zusammen über ein Bild sprechen. Jedes Team hatte ein anderes Bild. Es gab ein Bild, auf dem Kinder zu sehen waren, die Fussball spielten, oder eine Familie, die draussen frühstückte. 

Da Herr Bucher, unser Mathematiklehrer, krank war, wurden wir von Herr Scholl zwei Lektionen lang unterrichtet. Wir begannen unser neues Thema Relativ und Absolut. In der SOL-Lektion arbeiteten viele an ihrem Deutschdossier, das wir bis Freitag fertig haben mussten, weiter. 

Im BG mussten wir unsere Bilder für den Raiffeisen Wettbewerb fertig machen. Das Thema des Wettbewerbs war „Glück und Glück teilen“. Wir hatten uns Gedanken gemacht, was wir zeichnen wollten und mit welcher Technik. Wir durften Sachen aus Zeitungen ausschneiden oder alles von Hand zeichnen oder malen. Wir konnten Neocolor oder Wasserfarben benutzen, alles war erlaubt. Die Bilder wurden später eingesendet. Im Deutsch bei Frau Troxler besprachen wir, wie man richtig googlet. Was sind Cookies und wie wird man diese los? Wir lernten smarte Tipps und Tricks für Google, die Riesensuchmaschine. In Lebenskunde teilten wir uns in Gruppen auf und mussten Menschenketten von der Mitte des Schulzimmers bis zu einem Teller machen. Alle bekamen einen Löffel und uns wurde schnell klar, was wir machen mussten. Wir mussten Smarties von der Mitte bis zu unserem Teller befördern. Wir durften die Smarties nur mit den Löffeln berühren. Alles andere war nicht erlaubt. Wir durften die Süssigkeiten am Schluss natürlich essen. Frau Troxler fragte uns, wie wir uns fühlten und was wir machten, wenn ein Smarties zu Boden fiel. Die Gewinnergruppe sagte, dass sie die Ruhe bewahrten und sich gegenseitig halfen beim Aufladen. Im Französisch übten wir das POD. Wir wurden immer wieder gefragt, wo das POD stehen muss. Das POD steht immer vor dem konjugierten Verb! 

Am Donnerstag starteten wir mit etwas Morgensport. Wir übten unsere Reck- und Barrenübungen für den Test nach den Ferien. Weil Herr Bucher immer noch krank war, unterrichtete uns Frau Suter. Sie musste immer wieder zwischen uns und ihrer Klasse wechseln, deshalb mussten wir hauptsächlich alleine arbeiten. Im Werken arbeiteten wir an unseren Aufgaben weiter. Die meisten waren an ihrem Grill. Viele mussten etwas anzeichnen oder bohren. Aus diesem Grund hatten wir oft Stau beim Bohrer. Nach einem erholsamen Mittag begannen wir mit Französisch. Nach diesen Aufgaben übten wir das Verb „voir“ und noch andere. Am Ende der Lektion durften wir noch Lotto spielen. Im Englisch erzählte uns Frau Schlösser etwas über die British Tea Time, die Tea Time ist zwischen 16:00 und 17:00Uhr. Wir durften uns etwas Tee nehmen und über beliebige Themen sprechen. Die einzige Bedingung war, dass wir kein Wort Deutsch gebrauchen durften. Es war eine sehr abwechslungsreiche Lektion und es war auch schön, einmal etwas anderes zu machen. 

Der Schülerrat organisierte einen Kostümwettbewerb also kamen einige Leute verkleidet zur Schule. Auch einige Lehrer waren verkleidet. Sie stellten Alice im Wunderland dar.

In Geschichte mussten wir in Gruppen ein Plakat zu einer Kolonie gestalten. Bei dieser Aufgabe lernten wir sehr viel neues. Wir mussten uns mit dem Klima der Wirtschaft und den Tieren der Kolonie befassen. Es war sehr interessant, so viel Neues zu lernen. Im Deutsch bekamen wir einen Deutsch Test zurück und unser Journalblatt. In der Kochschule nach der Pause kochten wir Bami Goreng. Das sind Nudeln mit Gemüse aus asiatischer Art. Wir lachten beim Essen sehr viel, weil viele nicht mit Stäbchen essen konnten. Viele assen am Schluss mit Messer und Gabel. Zum Dessert gab es „Schänkeli“ und Apfelküchlein. Das Essen war sehr lecker. In Geografie konnten wir weiter an unseren Posten arbeiten und wir besprachen die letzten Lernziele für den Test. Bei den Posten lernten wir, was Murgänge sind. Wir lernten auch wie der Grand Canyon in Arizona, Amerika, entstand. Nach einer Doppellektion Geografie konnten wir alle in der Pause in unsere wohl verdienten Fasnachtsferien starten. 

Schenkeli Frisch Gebacken
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